Online-Fragebogen erstellen und verarbeiten

Ein Online-Fragebogen erfaßt grundsätzlich beliebige Daten über das Internet oder Intranet. Das Spektrum der Inhalte umfaßt ein weites Feld  von einfachsten Polls auf der Website ("Wie war der Tatort gestern abend?") hin bis zu hochkomplexen Studien, die teilweise Internet-Varianten der Methoden "Balanced Scorecard" oder "Adaptives Conjoint" umsetzen.

Dieser Artikel möchte beim ersten Einstieg unterstützen, wenn Sie einen Online-Fragebogen erstellen möchten. 

Das Erstellen von einem Online-Fragebogen - die Technik

Grundsätzlich können Sie den Online-Fragebogen in verschiedenen Technologien umsetzen:
  • die Fragen können per E-Mail verschickt werden. Die Teilnehmer beantworten die Fragen ebenfalls per E-Mail. Dies klingt zunächst attraktiv weil unaufwändig, hat jedoch einige gravierende Nachteile. Da keine Formulare verwendet werden und auch keine Daten-Validierungen durchgeführt werden können, erhält man unstrukturierte Daten, die aufwändig geprüft und  nachvercodet werden müssen. Diese Methode, einen Online-Fragebogen zu erstellen, sollte man deshalb nur nach genauer Abwägung der Vor- und Nachteile einsetzen bei kleinen Fallzahlen.
  • der Online-Fragebogen wird im Browser  ausgefüllt. Hier können alle Webtechnologien eingesetzt werden. Am häufigsten findet man einen Fragebogen auf Basis von HTML und Javascript, weniger häufig Flash- oder Java-Befragungen. Flash und Java haben den Vorteil, daß sie besonders intuitive Fragebögen ermöglichen, zum Beispiel ist es recht einfach, die aus Windows bekannte "Drag-and-Drop"-Funktionalität zu realisieren. Nachteilig ist, daß die Probanden zusätzliche Plugins benötigen. Aus unterschiedlichen Gründen haben die Probanden diese nicht unbedingt installiert, können oder wollen diese auch nicht installieren. Gerade in Firmennetzwerken kann es vorkommen, daß z.B. Flash deaktiviert ist. Aus diesem Grund wird die Mehrheit der Online-Fragebogen mit der Internet-Kerntechnologie  HTML durchgeführt.
Wie funktioniert nun eine Internet-Befragung? Der einfachste denkbare Fragebogen besteht aus einer Internet-Seite mit allen Fragen vom Online-Fragebogen. Der  Teilnehmer  klickt auf einen Link in einer E-Mail, auf ein Banner, auf einen Link auf einer Website oder ein Popup mit dem Online-Fragebogen öffnet sich, während der Teilnehmer im Internet unterwegs ist. Der Teilnehmer füllt den Online-Fragebogen aus. Beim  Abschicken des Formulars werden alle Daten über das Internet geschickt und dort gespeichert. Der Teilnehmer erhält nun noch eine "Danke-schön"-Seite, und die Online-Befragung ist beendet.

Alle Fragen auf einer Seite zu stellen, ist zwar wie beschrieben möglich, aber in der Regel unschön und unüblich. Meist verteilt man die Fragen auf mehrere Seiten. Dies hat diverse Vorteile: der Online-Fragebogen ist übersichtlicher, der Proband muß nicht scrollen und welche Fragen gestellt werden, kann sich dynamisch aus den gegebenen Antworten ergeben. Dadurch läßt sich vermeiden, daß der Proband unpassende und viel zu viele Fragen beantworten muß.

Damit mehrseitige Fragebögen realisiert werden können, muß die hinter der Online-Befragung liegende Software etwas intelligenter sein.  Jeder Proband bekommt sein eigenes Erkennungsmerkmal, im Technik-Jargon "Session-ID", mit dem die von jeder Seite gesendeten Daten einem Probanden zugeordnet werden können. Ausgereiftere Systeme ermöglichen, daß der Proband die Bearbeitung vom Online-Fragebogen unterbricht und später wieder aufnehmen kann.

Ist eine einfache Befragung noch mit vertretbarem Aufwand per Hand  von einem Internet-Techniker  mit z.B. PHP- oder ASP-Kenntnissen realisierbar, lohnt sich der Selbstbau bei  etwas größeren Umfragen selten. Gerechnet werden muß mit erhöhtem  Testaufwand auch für Basis-Funktionen und relativ hohen Wartungskosten bei Änderungen und Erweiterungen, da selbstgestrickte Systeme oft "zu klein". geplant werden. Die Programmarchitektur kann in diesen Fällen mit neuen Wünschbarkeiten oder höheren Nutzungszahlen nicht mithalten.

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Methodische Besonderheiten beim Erstellen von einem Online-Fragebogen

Was ist in methodischer Hinsicht bei der Erstellung von einem  Online-Fragebogen zu beachten? Grundsätzlich gelten für die Erstellung einer Online-Umfrage ähnliche Regeln wie für Offline-Befragungen. Einige Beispiele:
  • Definieren Sie sauber Ihre Zielgruppe und wählen Sie darauf aufbauend ein geeignetes Verfahren aus, mit dem Sie die Stichprobe ziehen. Wollen Sie beispielsweise Ihre Website bewerten lassen im Online-Fragebobgen, schalten Sie ein Umfragen-Popup, das bei jedem nten Besucher erscheint. Für andere Befragungen benötigen Sie möglicherweise Stichproben, die nach spezifischen Merkmalen geschichtet sein sollen. Hier helfen Anbieter weiter, die entsprechende Probandenpools verwalten und gegen Entgeld auf Ihren Online-Fragebogen aufmerksam machen. 
  • Wie bei allen anderen Befragungsformen gilt: Achten Sie darauf, daß Ihre Fragen gut formuliert sind, daß sie das messen, was sie messen sollen. Tipps wie "Vermeiden Sie suggestive Formulierungen.", können Sie in jedem Methoden-Handbuch nachlesen, beherzigen Sie sie trotzdem ;-).
  • Professionelle Umfragensoftware bietet spezielle Features zur Verhinderung von Positionseffekten. Dabei werden alle oder einzelne Antworten einer Frage in randomisierter Reihenfolge im Online-Fragebogen ausgegeben. Setzen Sie diese Features ein.

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umfragecenter EFS Survey wurde von Praktikern für Praktiker entwickelt, das Befragungstool bietet zahlreiche praxisrelevante Features zur Unterstützung in den Projektphasen

  • Konzeption
  • Fragebogenerstellung
  • Fragebogendesign - Fragebogenlayout
  • Einladung (z.B. per E-Mail)
  • Feldphase
  • Online-Reporting
  • Auswertung/Export

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